Flamed Schaschlik
Ein Lagerfeuer gehört genauso zur Motorradreise wie das obligatorische Stiefelbier. Und wenn das Feuer prasselt, nutze ich es gerne für ein tolles Abendessen mit leckeren Rauch- und Grillaromen. Dann wird es Zeit für meinen Flamed Schaschlik!
Dieses Rezept erinnert mich an lang vergangene Kindheitstage. An lauen Sommerabenden verbrachte ich die Ferien bei meinen Verwandten in Polen. Das abendliche Grillen war immer ein Highlight, bei dem die ganze Familie zusammenkam. Ich habe es geliebt, wenn das Feuer prasselte, es langsam dunkel wurde, die Luft nach saftigen Grillfleisch roch und wir es kaum erwarten konnten, bis uns ‘die Alten’ endlich an den Tisch riefen!
Heute gehöre ich zu ‚den Alten‘ und trotzdem beamt mich dieses Gericht jedes Mal wieder in die Neunziger meiner Kindheit.
Die Fleischspieße kannst Du ganz individuell bestücken. Nachdem Du sie über dem Feuer schön kross gegrillt hast, genießt Du sie am besten mit frischem angerösteten Brot. Das ist für mich unverfälschter Grillgenuß, der bei keinem Motorradabenteuer fehlen darf.
Für Deine Packliste
Je nach Hunger ca. 300g Fleisch pro Motorradfahrer (nimm was Du im Zielgebiet findest, achte auf Frische. Ich nehme gerne Schweinenacken oder -filet aber auch sehr gerne Lamm oder Rinderhüfte oder -filet.
eine große Zwiebel
Eine geräucherte Wurst oder durchwachsener Speck (am besten etwas, wie die polnische ‘Schlesische’ Wurst)
etwas für die Süße (Honig oder Sauerkirschmarmelade eigenen sich super)
etwas Öl
Paprikapulver und ggf. Knoblauch
Immer dabei: Salz, Pfeffer, ein Spieß (ich nehme meistens einen flexiblen Drahtspieß, der ist klein und flexibel)
Wenn ich mal wieder mit dem Motorrad unterwegs und kurz vor dem Ende meiner Tagesetappe bin, halte ich Ausschau nach einem Supermarkt oder Fleischer – man würde sich wundern wie viele tolle kleine Fleischer es im Ausland noch gibt! Ist mir das Glück hold und ich finde einen, hole ich eine kleine Kühltüte aus meinem Motorradgepäck – die habe ich immer griffbereit! Damit bewaffnet, laufe ich zum Fleischer und kaufe etwas Leckeres zum Abendessen. Bei hohen Temperaturen ist es wichtig, das Fleisch nicht den ganzen Tag mit herumzuschleppen, weil es ohne Kühlung natürlich schlecht wird, was ein jähes Ende der Motorradtour bedeuten könnte.
Finde ich frisches Lamm oder Schwein und dazu noch frisches Brot, freu ich mich schon jetzt wie ein Kind auf das leckere Abendessen!
Zubereitung
Hier entsteht ein Video, in dem ich Dir zeige, wie man dieses Gericht zubereitet. Bitte hab etwas Geduld und schau bald wieder vorbei. Sobald es produziert wurde, wirst Du es hier sehen. Neugierig? Dann melde Dich einfach zum Newsletter an – Du wirst als erster alle Neuigkeiten erhalten!
Schritt für Schritt Anleitung
Als allererstes, bevor ich mein Lager aufbaue, mariniere ich das Fleisch, denn je länger das Fleisch in der Marinade zieht, desto zarter und saftiger wird´s am Ende. Es lohnt sich also, das Fleisch noch vor dem Zeltbau vorzubereiten!
- Schnappe Dir das Fleisch und schneide es in größere Stücke.
- Schneide den Speck oder die Wurst in dicke Scheiben (ca. 2-3 cm)
- Schäle die Zwiebel und halbiere sie.
- Nun nimmst Du einen Gefäß (Schüssel oder Topf) und tust dort das Fleisch, die Wurst, das Öl (2 Esslöffel reichen) und alle Gewürze sowie die Marmelade oder den Honig hinein. Das alles rührst Du kräftig, deckst es ab und stellst das marinierte Fleisch beiseite – lass das Fleisch ziehen – je länger, desto besser; zuhause im Kühlschrank am besten über Nacht. Auf Tour muss es schneller gehen, aber eine Stunde sollte es schon sein.
- Es wird Zeit, ein Feuer zu entfachen und Dir ein paar Steine zu suchen. Falls Du, wie ich, ein klappbares Grillrost hast oder einen Faltgrill, auf dem Du die Spieße später platzieren kannst, spar Dir die Suche nach den richtigen Steinen.
- Nachdem Dein Feuer soweit abgebrannt ist, dass du schöne glühende Kohlen hast, geht es los mit dem Brutzeln.
- Baue Deine Spieße zusammen, indem Du zuerst die Zwiebel und dann abwechselnd etwas Speck/Wurst und Fleisch aufspießt. Lass es hierbei locker angehen und mach die Spieße nicht zu fest, drücke also die einzelnen Komponenten nicht zu stark aneinander. Tust Du das nicht, brauchen die Spieße deutlich länger auf dem Feuer.
- Entweder baust du Dir nun aus den Steinen eine Auflagefläche für Deine Spieße oder du stellst Dein Grillrost über bzw. ans Feuer.
- Jetzt kommt das Beste: Grille die Spieße unter mehrmaligem wenden kross und achte darauf, dass sie nicht zu nah an die Glut kommen, damit sie nicht nur Außen schön kross, sondern auch Innen durchgegart werden. Durch den Zucker in dem Honig bzw. der Marmelade karamellisiert diese besonders schnell bei direkter Hitze – das ist ok, aber achte darauf, dass es nicht verbrennt, sonst schmeckt Dein Spieß hinterher bitter.
- Kurz vor Ende der Garzeit röste dein Brot etwas an.
- Ist alles fertig, genieße den Flamed Schaschlik im noch warmen Brot – dazu brauche ich nichts weiter! Ich persönlich liebe den puren Geschmack des Fleisches im Brot.
- Und jetzt: Guten Hunger Reisender!
Ist etwas unklar? Dann schau Dir mein YouTube Video an, in dem ich meinen Flamed Schaschlik zubereite. Lass außerdem unbedingt einen Kommentar da, ob es Dir genauso gut geschmeckt hat, wie mir.
Reisender, das hast Du Dir verdient!Dein Flamed Schaschlik ist fertig – Guten Hunger
und die Linke zum Gruß!
Du bist auf der Suche nach weiteren Rezepten? Dann schaue Dir doch einfach meine Seite Rezepte für Unterwegs an. Hier findest Du viele tolle Rezepte zum Nachmachen für Deine Motorradreise.
Du bist bereits zu Hause? Dann habe ich auch ein paar tolle Rezepte zum Nachkochen unter Rezepte für Zuhause.
Du suchst ein neues Motorradabenteuer? Hey Reisender, lass Dich doch von meinen Videos auf YouTube inspirieren und schau Dir meinen Kanal Zweiradkitchen an oder folge mir auf Instagram.
Keine Lust zu Kochen? Dann habe ich ein paar nette Empfehlungen für Dich. Schau Dir meine Places Zuhause und meine Places Unterwegs an. Dort findest Du tolle Restaurants, die ich super gerne besuche. Viel Spaß damit!